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APD eröffnet drei neue Wohngemeinschaften für Senioren mit Demenz in ehemaligem evangelischen Gemeindezentrum

Die Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH hat einem ehemaligen evangelischen Kirchen- und Gemeindezentrum in Gelsenkirchen-Schaffrath zu einer neuen Nutzung geholfen. Wo früher Gottesdienste und Gemeindeabende stattfanden, sind nun 24 ältere Menschen, viele davon mit Demenzerkrankungen, ein. Sie starten in den in hellen freundlichen Räumen der drei Wohngemeinschaften einen neuen Lebensabschnitt, der eine gesunde, vielleicht sogar heilende Balance zwischen Privatsphäre und der Vermeidung von Einsamkeit nach einem bewährten Konzept verspricht.

Zu den Festgästen bei der Eröffnung konnte Bauherr Claudius Hasenau, Geschäftsführer der APD, auch den Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, begrüßen. Baranowski freute sich darüber, „dass eine solch innovative Form der Seniorenbetreuung in Gelsenkirchen erdacht und realisiert wurde.“ Die Organisation der Betreuung demenzerkrankter Menschen über Wohngemeinschaften wird in Fachkreisen als „Gelsenkirchener Modell“ diskutiert.

Vorbild für die neue Wohnanlage in Schaffrath war das von der Fachzeitschrift Häusliche Pflege mit dem bundesweiten Innovationspreis ausgezeichnete Wohnprojekt „Leben am Rheinelbepark“, das der Gelsenkirchener Pflegedienst bereits seit 2006 mit nachweislich guten Erfolgen besonders für die Lebensqualität von Menschen mit Demenzerkrankungen begleitet. „Die positiven Erfahrungen auf Rheinelbe haben uns Mut gemacht: die Ärzte mussten bei einem Großteil der Mieterinnen und Mieter im ersten Jahr ein Drittel weniger Medikamente verschreiben. Und die Angehörigen haben uns in externen Befragungen bescheinigt, dass es den Menschen dort deutlich besser geht als vorher in der eigenen Wohnung“, erklärte Hasenau.

Am Stegemannsweg in Schaffrath wurde der vorhandene Altbau zu einer Wohngemeinschaft für acht Mieter umgebaut und mit einem Neubau für zwei weitere Wohngemeinschaften ergänzt. Am Wochende startete der Einzug. Ingesamt werden 24 Mieter in drei jeweils komplett barrrierefreien Wohngemeinschaften wohnen.

Vermietet wurden Einheiten von 50 Quadratmetern. Für ein Ehepaar wurden die individuellen Räume durch Verbindungstüren verbunden. Stefanie Wirtz, APD-Mitarbeiterin und ausgebildete Sozialarbeiterin mit Weiterbildung zur „Case Managerin“, bildet - quasi als „Hausmutter“ - die Schnittstelle zwischen den Betreuungs- und Dienstleistungen, auf die sich die einzelnen Wohngemeinschaften verständigen.

Natürliche Baustoffe, ein großer Gemeinschaftsgarten und Farbkonzepte, die die Orientierung erleichtern, sind feste Bestandteile der neuen Wohnanlage. In dem gesamten Konzept des Wohnprojekts steht die „Natürlichkeit in der Begegnung“ im Vordergrund.

Die ersten Gespräche für das Projekt hatten mit dem Kirchenvorstand und Presbyterium der Gemeinde Gelsenkirchen-Buer-Beckhausen im August vorigen Jahres stattgefunden. Die Fertigstellung des Gebäudes lief nach Plan. Bauherr Claudius Hasenau ist mit dem Projektmanagement unter Leitung von Architekt Ulrich Domnik sehr zufrieden.

Mit dem Projekt wurden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Agentur für Arbeit qualifizierte 17 Teilnehmer, die ein halbes Jahr lang Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang und in der Begletung demenzkranker Menschen erworben haben. Alle haben mit Erfolg die Prüfung bestanden und am Wochenende begann auch für sie die erste Schicht am Stegemannsweg.

Quelle: openpr.de

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